Offener Brief an meine WohltäterIn

Liebe Finderin! Lieber Finder!

Zunächst danke, dass Du mein vorigen Freitag verloren gegangenes Geldbörsel sicherstellen konntest!

Sehr gefreut hat mich zudem, dass Du offensichtlich meinen Personalausweis und die ID-Card der Journalistenzunft ins Postkastl geworfen hast. Vorbildlich!

Ich gönne Dir nun einen kostenschonenden Februar-Rest in den Öffis mit meiner Monatskarte und hoffe, Du konntest wenigstens ein paar fidele Heurigenfahrten über meinen mittlerweile gesperrten Car2go-Account abwickeln. Möglicherweise ging sich im Zuge dessen ja sogar der eine oder andere feuchtfröhlich angetragene Parkschaden mit Fahrerflucht aus – ich werde es zeitnah erfahren.

Entschuldigen möchte ich mich ausdrücklich dafür, dass Kredit-, Bankomat- und eKarte so flink unbrauchbar waren! Hoffentlich bist Du dadurch nicht um die mutmaßlich anstehende Zahnsanierung oder Gonorrhö-Behandlung umgefallen. Notfalls hast Du aber das eine oder/und das andere ohnehin mit dem Jahrestaschengeld meiner kleinen Tochter berappen können.

Zu guter Vorletzt wünsche ich Dir noch viel Freude mit meiner so praktischen, schweinsledernen Brieftasche – immerhin ein Geschenk von Judith und Johanna!

Und was wünsche ich mir? Dass an dem guten Stück noch möglichst viele Brech-Durchfall-Erreger unserer Kleinen draufpicken! Und, dass Du, bevor Du nun für drei Tage und Nächte am Häusel gammelst, beim Verteilen meiner Visitkarten genauso deppert angegrinst wirst wie ich meistens.

Hochachtungsvoll,

Dein Verlierer

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